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UNPO Conference at Bavarian State Parliament Attracts High-level Support against Coercive Geopolitical Puppeteering.
With the aim of providing a better understanding of the complexities that shape the lives of nations and ethnic, religious and linguistic minorities in various geopolitical hotspots, Bündnis 90/Die Grünen – Bayern (the German Green Party in Bavaria), in collaboration with UNPO and the World Uyghur Congress, and with the participation of the International Campaign for Tibet, organized a conference on 27 June 2014 at the Bavarian State Parliament in Munich, Germany, supported by the Society for Threatened People.

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Ms Margarete Bause, Chairwoman and Member of the Bavarian Parliament (Greens/Alliance90) and a representative of the Society of Threatened Peoples (GfbV) affirmed that human rights are a policy of peace. Ms Barbara Lochbihler, MEP and Chairperson of the Subcommittee on Human Rights, stated that her work at the European Parliament has also focused on the extensive list of human rights abuses.
Mr Bernd Posselt, a German CSU-politician and MEP, stressed the need to internationalize the Crimean Tatar question due to the dangerous silence and lack of public debate. Dr Mieste Hotopp-Riecke (turkologist at ICATAT) called for concrete actions in the fields of cultural and scientific cooparation with Crimean Tatar institutions instead of “paper tigers”. The panelist Mr Abduraman Egiz, Member of the Mejlis of the Crimean Tatar People, spoke about how Crimea, his homeland, has become a “frontline of international confrontation”. Ms Jean Lambert, MEP, questioned what could be done, emphasizing the importance of nations, peoples, and minorities to reassert their rights to their identity, culture, language, and self-determination.
Dr Fional McConnell, Associate Professor at the University of Oxford, argued that margins are about unequal power relations, which affect all UNPO Members. While various nations are seen as powerless players in international politics, Ms Elena Gaita, International Campaign for Tibet, presented a different view; assimilationist policies have actually empowered Tibetan nationalism and strengthened resistance movements. Mr Erkin Alptekin, Former President of WUC, presented the audience with a historical background to the tensions in East Turkestan. Mr Dolkun Isa, WUC, rallied that it is the responsibility of all international actors to assert pressure on China to cease its repressive and discriminatory policies. Dr Elzbieta Kuzborska argued that in light of increasing violence and discrimination faced by Crimean Tatars, both Ukraine and Russia have a responsibility to safeguard the protection of minorities, while also granting full access to international humanitarian organizations, and ensuring the prosecution of perpetrators of violations.
The conference closed with a declaration adopted by the participants and presented by Mr Marino Busdachin, UNPO General Secretary.

CONFERENCE DECLARATION and  UNPO Presidency Conference AgendaInformation as download here

Sind die autochthonen Völker nur Figuren auf dem Schachbrett der Geopolitik?

Die Konferenz der Unrepresented Nations and People Organisation im Staatsparlament von Bayern wurde eröffnet von der Landeschefin der Partei Bündnis90/Die Grünen, Margarete Bause.

Der Außenbevollmächtigte des Nationalrates des krimtatarischen Volkes „Milliy Meclis“, Ali Khamzin, versuchte die extrem angespannte Lage, in denen sich die Tataren der Krim befinden, zu erläutern und der Thematik wieder Gewicht zu verleihen. Denn: Nach einer Welle von Veröffentlichungen kurz vor und nach der Okkupation der Krim durch die Russländische Föderation ebbte diese schnell wieder ab und die Krimtataren fühlen sich allein gelassen in einem Land, dem sie nie angehören wollten.

Ali Khamzin & Dmytro Shevchenko, Zweiter Botschaftssekretär der UkraineUkrainian Embassy GermanyIMGP8695IMGP8712IMGP8714IMGP8715Ali Khamzin & Cem ÖzdemirIMG_5071Ali Khamzin Cem Özdemir Mieste Hotopp-RieckeAbu Bakr Rieger, Sulaiman wilms, Ali Khamzin, Venera Gerassimov-VagizovaIMGP8673IMGP8684IMGP8686alman-qc4b1rc4b1m-tatar-subeti-logo

 

Gespräche fanden statt im Bundeskanzleramt, im Bundestag, in der Ukrainischen Botschaft, bei der Heinrich-Böll-Stiftung, mit Vertretern der Stiftung Wissenschaft und Politik, der FUEN, der GfbV, der European Muslim Union, mit der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und es gab eine Podiumsdiskussion in Kooperation mit der Schwarzkopf-Stiftung, dem EuropeanExchange/Kiewer Gespräche, der Vertretung der Europäischen Kommission und der EuroMaidanWache Berlin.

Eine Presseschau mit Artikeln aus der Tageszeitung (taz), dem Nachrichtenportal NA, Die Welt, die Presseerklärung aus der CDU-CSU Bundestagsfraktion, dem Schweizer Rundfunk SRF sowie dem Nachrichtenmagazin Focus. Ebenfalls dokumentiert sind das Treffen mit dem Bundesvorsitzenden der grünen Partei Cem Özdemir sowie der Beschluss des Bundesvorstands der Partei Bündnis 90/Die Grünen zu den Entwicklungen in der Ukraine, ein Resümee der GfbV sowie der von der 2. Außerordentlichen Versammlung des VI. Qurultay des Krimtatarischen Volkes (Nationalversammlung) verabschiedeten Resolution zur Krimkrise vom 29. März 2014.

Dshemilev: „Wir stehen immer fest an der Seite der Demokratie“. Refat Tschubarov, krimtatarische Künstler und Jugendliche auf dem Meydan in Kiew.

Mustafa Dshemilev Kırımoğlu auf dem Euromeydan: Die Krimtataren werden immer an der Seite der demokratischen nationalen Kräfte der Ukraine stehen.

KİEV (QHA) – Der ehemalige Präsident des Nationalrates der Krimtataren „Medschlis“ (1991-2013), Mitbegründer der Bürgerrechtsbewegung in der Sowjetunion, Abgeordneter der Hohen Rada der Ukraine, hielt am 17. Dezember in Kiew auf dem Unabhängikeitsplatz Meydan eine Rede an die Demonstrierenden, die hier in Auszügen dokumentiert wird.

Mustafa aga EuroMeydanda“Verehrte Freunde, verehrte Landsleute!

Ich spreche hier zu Euch nicht nur als Abgeordneter der Parlamentsfraktion der Batkyvschtschina Partei, sondern auch als Vertreter des vom krimtatarischen Volk gewählten Selbstvertretungsorgan, dem Krimtatarischen Nationalrat Medschlis.  Den eigenen nationalen Traditionen verbunden standen wir jederzeit an der Seite der nationalen demokratischen Kräfte der Ukraine, wir sind an an der Seite von Ihnen allen hier und werden es immer sein. Natürlich abhebend auf dutzende Provokateure von Seiten der Macht… Solche Erscheinungen gibt es auch unter uns; Die Machthaber haben diese zu ihrer eigenen Kundgebung hierher gebracht und in schamloser Weise haben diese dann unsere Fahne in die Hand genommen. Wir nennen diese Leute „Schebatlilar“. Das Muftiyat der Krim unterstützt dagegen eindeutig und offen den Euromeydan und die Annäherung der Ukraine an Europa“

“Heute verfolgt nicht nur die Ukraine sondern die ganze Welt mit Begeisterung, Hoffnung und Sympathie die Ereignisse auf dem Meydan. Sie alle schützen heute ehrenhaft unser Land, bewahren die Würde unserer Ukraine. Ob die Zukunft unseres Landes in die Staatenfamilie des demokratischen Europa führt oder in welcher Form auch immer als Anhängsel eines in alter totalitärer Manier von Nachbarstaaten gegründeten Imperiums mündet, hängt entscheidend von Ihrer Kraft und Ihrer Courage ab.”

“Drei Wochen zuvor wurde mit dem 80. Jahrestag des Holodomor an die ungefähr 5 Millionen Landsleute erinnert, die den Hungertod sterben mussten. Natürlich ist seitdem viel Zeit vergangen, doch schließen Sie die Augen und stellen Sie sich die 1,5 bis 2 Millionen Kinder vor, die unter den Hungertoten waren. Warum? Um die eigene ökonomische und nationale Unabhängigkeit zu erreichen oder mit den Worten der Kremlführung gesprochen: Um den Nationalismus der Ukraine zu brechen…  Denn ohne die Ukraine zu brechen, hätte man das Sowjetimperium nicht errichten können, daß später dann eine Gefahr für Weltfrieden und Stabilität darstellte. Deshalb sind die unsterblichen Seelen der Millionen unschuldigen Kinder heute mit ihrer Hoffnung bei Euch, während die prinzipienlose Führung Ihres Landes und die Kremlführung mittels eingeschleuster eigener Leute uns vom demokratischen Europa abschneiden und die Ukraine vom eigenen Weg abbringen möchte”

“Ich danke den Diplomaten aus Europa, den USA und Kanada, die unseren Meydan[1] und unseren Weg nach Europa unterstützen. Und ich danke herzlich allen aus der ehemaligen Sowjetunion – Rußland eingeschlossen – , die vor einigen Tagen den Apell der Opfer der kommunistischen Regime für die Unterstützung des Euro-Meydan unterschrieben haben.”

“Ein Quell der Kraft und der Begeisterung auf diesem Platz ist die Jugend, sind die Studenten und Schüler. Das bedeutet auch: Die Zukunft der Ukraine liegt in sicheren Händen.”

“Es lebe unsere Jugend! Es lebe die Ukraine!”

Qırım Haber Ajansı / Krim-Nachrichten-Agentur  18.12.2013        Übersetzung: Hotopp-Riecke


[1] Das tatarische Wort Meydan steht für „Platz, Feld, Areal“ und stammt vom arabischen میدان (meydân). Es wanderte über persisch und/oder osmanisch Richtung Norden und ist als „Platz“ heute in der krimtatarischen und ukrainischen Sprache präsent – ein verbindendes Element historisch und aktuell im Kampf um Demokratie und Unabhängigkeit von Ukrainern und Krimtataren.

Im September 2013 besuchen krimtatarische Wissenschaftler und Politiker Deutschland. Neben der Teilnahme an Konferenzen und Symposien in Berlin, Magdeburg und Münster wird es Begegnungen mit Vertretern aus Politik, Zivilgesellschaft, Kunst und Wissenschaft geben. Zentrale Anliegen sind die weitere Vernetzung mit deutschen Institutionen, die Vorarbeit für ein Internationales Forum zur Lösung der Probleme auf der Krim sowie ein Projekt zur Aufarbeitung der nationalsozialistischen Gewaltverbrechen gegenüber krimtatarischer Zivilbevölkerung, Kriegsgefangenen und krimtatarischen Zwangsarbeiterinnen während des Zweiten Weltkrieges.

Filmerstaufführung

Am 26. September 2013 wurde der krimtatarische Film „Haytarma“ das erste Mal in Deutschland aufgeführt. Die Übersetzung des Artikels „Повернення народу, що вистояв проти знищення“ zum Film Haytarma aus der Zeitschrift „Кіно-Театр“ aus Anlass der Erstaufführung am 26.10.2013 in Berlin kann man hier herunterladen. Aus dem Ukrainischen besorgten dankenswerterweise die Übersetzung Oleksandra und Ingo Jakobs vom Ukrainischen Kinoklub in Berlin. Die Einladung zum Film- und Diskussionsabend finden Sie hier. Wir danken der Filmproduktionsfirma ATR, Herrn Prof. Dr. Ismail Kerimov vom Forschungszentrum für Geschichte, Sprache und Kultur der Krimtataren an der KIPU Simferopol sowie der Ukrainischen Botschaft für die Ausrichtung des Filmabends mit Diskussion und des Empfangs im Anschluß.

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Ukrainischer Kinoklub Berlin erreichbar unter: ukkb@gmx.de