Interview mit Dr.Mieste Hotopp-Riecke, Direktor des ICATAT Magdeburg (Auszugsweises Interview der Volksstimme Magdeburg hier in voller Länge)

Wie groß ist die Gefahr, dass die separatistischen Bestrebungen der russischen Bevölkerungsmehrheit zu einer Abspaltung der Krim von der Ukraine führen?

Die Gefahr ist real und auf der Krim zum Greifen nahe. Dabei gibt es eine russische Mehrheit nur der Sprache nach, jedoch auf keinen Fall ist sie ein monolithischer Block, der die Sezession befürwortet. Es ist eben nicht schwarz und weiß. Der ukrainisch-orthodoxe Bischof der Krim steht hier neben dem Mufti der Krimmuslime gegen eine Abspaltung. Das von den großen Medien kolportierte Bild von der Zerissenheit der Krim entlang christlich-orthodx-islamischer Trennlinien ist ein Mythos, die meisten Krimbewohner möchten einfach in Ruhe leben und hatten nie Probleme mit dem Nachbarn, sei er Tatare, Ukrainer, Karaime, Tschuwasche oder sonst etwas. Auf der Krim leben an die 100 Nationalitäten!

Was setzen die Krimtataren dagegen und wie wollen sie ihre Ziele durchsetzen?

Die Krimtataren haben zusammen mit Ukrainern und Russen, die für den Verbleib der Krim bei der Ukraine sind, sowie mit Vertretern des Bündnisses „Krimskiy EuroMaidan“, der Staatsanwaltschaft der Polizei und internationalen Vertretern einen Krisenstab gegründet; gestern Abend gab es eine Fernsehdiskussion und Vertreter der neuen Kiewer Zentralregierung als auch OSZE-Diplomaten sind nun auf der Krim. Generell gilt als Strategie: Keine Provokationen zulassen, sich jedoch nicht einschüchtern lassen, Kontakt halten zu allen gewaltlosen Kräften und die Gewissheit, dass die gewaltlose Demokratiebewegung, die die Krimtataren aus den Deportationsgebieten der UdSSR wieder auf die Krim getragen hat, auch dieses mal erfolgreich sein wird.

Was erwarten Sie von der internationalen Gemeinschaft?

Sie erwarten zu allererst einmal als Partner und gestalterische Kraft auf der Krim ernst genommen zu werden. Viele internationale Diplomaten taten dies bisher nicht mit dem Verweis auf den Status einer  NGO, eines Vereins, den der Nationalrat Milliy Medschlis habe. Jedoch ist dieser Status nicht selbst ausgesucht, sondern eine Aufwertung des krimtatarischen Nationalrates wurde beharrlich verhindert genau von den Kräften, die nun eine Abspaltung der Krim Richtung Rußland betreiben. Die Krimtataren sind nun in der misslichen Lage, eine Art Kriegspartei zu sein, was verhindert hätte werden können, hätte man die Ängste und Warnungen des Medschlis vor genau dieser Entwicklung ernst genommen. Einen Status ähnlich dem des Friesenrates oder der sorbischen Domowina in Deutschland zu zugestehen sollte nun dringend erfolgen. In Vorbereitung des 70. Jahrestages der  Deportation der Krimtataren wollte der Medschlis mit OSZE und EuropaRat ein internationales Forum zur Lösung der Probleme auf der Krim durchführen. Diese Initiative sollte aufgegriffen werden und mit Nachdruck gefördert werden. Die zögerliche Haltung auch der westlichen Diplomatie mit Rücksicht auf russische und oligarchen-ukrainische Befindlichkeiten hat dies wohl bisher bedingt. Die Leidtragenden dieser zögerlichen Haltung sind jedoch nicht nur die Krimtataren sondern alle proeuropäischen Kräfte auf der Krim, zu denen auch Ukrainer und Teile der russischen Bevölkerung gehören. Die internationale Gemeinschaft sollte dem Putin-Regime endlich die Maske der Unschuld herunterreißen und den russischen Chauvinismus klar benennen und verurteilen, auf der Krim muss nun erstens die heiße Phase gekühlt und dann mit Argusaugen ein ukrainischer Kurs der gewaltfreien Konsolidierung begleiten werden.

Was ist von dem geplanten Unabhängigkeits-Referendum am 25. Mai zu halten?

Die neue Regierung und die alten Verträge sagen dazu nur eines: Solch ein Referendum entbehrt jeder Grundlage, völkerrechtlich ist die Krim ein unveräußerlicher Teil der Ukraine. Die Behauptung, die Krim sei schon immer Bestandteil russischer Erde gewesen oder sei zumindest mental der Seele nach sozusagen ein Teil Russlands und die Schenkung an die Ukraine durch Chrustschow vor 60 Jahren sei illegal gewesen, ist abwegig. Leider wiederholen auch westliche Reporter ohne zu Recherchieren dauernd diese Stereotypen als quasi Entschuldigung für die nationalistischen Attacken auf der Krim. Abwegig ist diese Argumentation deshalb, weil die Krim erst 1783 per Annexion durch Katharina II. dem Zarenimperium einverleibt wurde. Davor war sie krimtatarisch – noch weiter zurück natürlich griechisch, hunnisch, venezianisch, chasarisch und so weiter – aber eben vor der russischen Eroberung über 350 Jahre tatarisch! Niemand hat in den vergangenen 25 Jahren seit der Rückkehr der Tataren auf ihre Heimatinsel Ansprüche auf Rückgabe gestellt, weder auf die Ländereien, die von den Sowjets enteignet wurden noch auf die Häuser und Gehöfte, die nach der Deportation von Russen und Ukrainern bezogen wurden. Die Krimtataren wollen einfach frei und friedlich auf der Krim leben. Solch ein Referendum dient einzig dem Schüren von Ängsten und wird neue Spannungen hervorrufen.

Wie bewerten Sie die Rolle Russlands in dem Konflikt  schließlich stehen russische Truppen auf der Krim?

Wer die Stimmung in Rußland kennt, eine Mischung aus Kadavergehorsam, Nationalismus und Ignoranz von Geschichte einerseits und andererseits die Großmannssucht, das Machogehabe und Unterdrückung jedweder Opposition, der kennt die diffizilen Strategien geheimer Kriegsführung, Manipulation und Einschüchterung genau. Genau solche Strategien wie vor der Eroberung Süd-Ossetiens, wie in Transnistrien oder wie in den zu Grabesruhe zurückgebombten Gebieten des Nordkaukasus, solche Strategien der geheimen Kriegsführung werden zur Zeit angewendet. Niemand bezweifelt ernsthaft, dass die maskierten und bewaffneten Besatzer des Parlaments und des Flughafens von gestern und heute keine irregulären Spezialkräfte der Russen sind, mit automatischen Waffen und bestens ausgerüstet und koordiniert. Es ist also eine infame dreiste Politik der Stärke von russischer Seite aus, die nur mit allergrößter Zurückhaltung und friedlicher Vermittlungsversuche seitens der Krimtataren bisher nicht weiter eskaliert ist. Hier gebe ich dem Außenbevollmächtigten des Medschlis, Ali Khamzin, völlig recht: „Würde es die Krimtataren nicht geben, wäre die Krim schon längst ein Teil der Ukraine geworden“. Dies sollte die neue Regierung in Kiew als auch die internationale Gemeinschaft endlich realisieren und entsprechend handeln.

Kırım Tatar halkının insan haklarını savunmalı!

Menschenrechte des krimtatarischen  Volkes schützen! Nein zu russischem Separatismus!

Wir, in Deutschland lebende Krim- und Kazan-Tataren, Baschkiren, Türken und Deutsche verfolgen mit wachsender Sorge die unheilvolle Entwicklung in der Autonomen Republik Krim / Ukraine.

Wir protestieren hiermit gegen die Bestrebungen auf der Krim, die Autonome Republik von der Ukraine abzuspalten. Wir wenden uns an die Bundesregierung Deutschlands, die deutsch-ukrainische Parlamentariergruppe und die Internationale Gemeinschaft  mit der Bitte, auf den Verbleib der Halbinsel Krim im Staat Ukraine zu achten und  die Krimtataren in ihrem friedlichen Kampf um Demokratisierung und für ein Assoziierungsabkommen mit der EU zu unterstützen. Es ist keine Demokratie in der Ukraine möglich ohne die Wahrung ihres multikulturellen Erbes und ohne die Menschenrechte auf Muttersprache und Heimat der Krimtataren zu achten.

Erstunterzeichner: Ildar Kharissov (GOF, Berlin), Dr. Mieste Hotopp-Riecke (ICATAT, Magdeburg), Dr. Stephan Theilig (ICATAT; Berlin), Rais Khalilov (Tatarisch-Baschkirischer Kulturverein, Berlin), Dr. Aliya Taissina (Bertugan), Ahmet Özay, Journalist/Verleger, Deutschlandvertreter des Nationalrates des krimtatarischen Volkes Milliy Meclis); Celi Osman, Alim Saitov, Norbert Link-Hessing, (Günzburg/Neu-Ulm, Landsmannschaft der Krimtataren in Deutschland e.V.), Prof. Dr. Swetlana Czerwonnaja (Universität Torun, Polen).

Unterstützer: PRAVO – BerlinGroup for Human Rights in Ukraine, Ekkehhard Maaß (Deutsch-Kaukasische Gesellschaft), Unrepresented Nations and Peoples Organization UNPO

Den Appell als pdf finden Sie hieralman-qc4b1rc4b1m-tatar-subeti-logo

Please find also the appeal of UNPO –> http://www.unpo.org/article/16898

Dshemilev: „Wir stehen immer fest an der Seite der Demokratie“. Refat Tschubarov, krimtatarische Künstler und Jugendliche auf dem Meydan in Kiew.

Mustafa Dshemilev Kırımoğlu auf dem Euromeydan: Die Krimtataren werden immer an der Seite der demokratischen nationalen Kräfte der Ukraine stehen.

KİEV (QHA) – Der ehemalige Präsident des Nationalrates der Krimtataren „Medschlis“ (1991-2013), Mitbegründer der Bürgerrechtsbewegung in der Sowjetunion, Abgeordneter der Hohen Rada der Ukraine, hielt am 17. Dezember in Kiew auf dem Unabhängikeitsplatz Meydan eine Rede an die Demonstrierenden, die hier in Auszügen dokumentiert wird.

Mustafa aga EuroMeydanda“Verehrte Freunde, verehrte Landsleute!

Ich spreche hier zu Euch nicht nur als Abgeordneter der Parlamentsfraktion der Batkyvschtschina Partei, sondern auch als Vertreter des vom krimtatarischen Volk gewählten Selbstvertretungsorgan, dem Krimtatarischen Nationalrat Medschlis.  Den eigenen nationalen Traditionen verbunden standen wir jederzeit an der Seite der nationalen demokratischen Kräfte der Ukraine, wir sind an an der Seite von Ihnen allen hier und werden es immer sein. Natürlich abhebend auf dutzende Provokateure von Seiten der Macht… Solche Erscheinungen gibt es auch unter uns; Die Machthaber haben diese zu ihrer eigenen Kundgebung hierher gebracht und in schamloser Weise haben diese dann unsere Fahne in die Hand genommen. Wir nennen diese Leute „Schebatlilar“. Das Muftiyat der Krim unterstützt dagegen eindeutig und offen den Euromeydan und die Annäherung der Ukraine an Europa“

“Heute verfolgt nicht nur die Ukraine sondern die ganze Welt mit Begeisterung, Hoffnung und Sympathie die Ereignisse auf dem Meydan. Sie alle schützen heute ehrenhaft unser Land, bewahren die Würde unserer Ukraine. Ob die Zukunft unseres Landes in die Staatenfamilie des demokratischen Europa führt oder in welcher Form auch immer als Anhängsel eines in alter totalitärer Manier von Nachbarstaaten gegründeten Imperiums mündet, hängt entscheidend von Ihrer Kraft und Ihrer Courage ab.”

“Drei Wochen zuvor wurde mit dem 80. Jahrestag des Holodomor an die ungefähr 5 Millionen Landsleute erinnert, die den Hungertod sterben mussten. Natürlich ist seitdem viel Zeit vergangen, doch schließen Sie die Augen und stellen Sie sich die 1,5 bis 2 Millionen Kinder vor, die unter den Hungertoten waren. Warum? Um die eigene ökonomische und nationale Unabhängigkeit zu erreichen oder mit den Worten der Kremlführung gesprochen: Um den Nationalismus der Ukraine zu brechen…  Denn ohne die Ukraine zu brechen, hätte man das Sowjetimperium nicht errichten können, daß später dann eine Gefahr für Weltfrieden und Stabilität darstellte. Deshalb sind die unsterblichen Seelen der Millionen unschuldigen Kinder heute mit ihrer Hoffnung bei Euch, während die prinzipienlose Führung Ihres Landes und die Kremlführung mittels eingeschleuster eigener Leute uns vom demokratischen Europa abschneiden und die Ukraine vom eigenen Weg abbringen möchte”

“Ich danke den Diplomaten aus Europa, den USA und Kanada, die unseren Meydan[1] und unseren Weg nach Europa unterstützen. Und ich danke herzlich allen aus der ehemaligen Sowjetunion – Rußland eingeschlossen – , die vor einigen Tagen den Apell der Opfer der kommunistischen Regime für die Unterstützung des Euro-Meydan unterschrieben haben.”

“Ein Quell der Kraft und der Begeisterung auf diesem Platz ist die Jugend, sind die Studenten und Schüler. Das bedeutet auch: Die Zukunft der Ukraine liegt in sicheren Händen.”

“Es lebe unsere Jugend! Es lebe die Ukraine!”

Qırım Haber Ajansı / Krim-Nachrichten-Agentur  18.12.2013        Übersetzung: Hotopp-Riecke


[1] Das tatarische Wort Meydan steht für „Platz, Feld, Areal“ und stammt vom arabischen میدان (meydân). Es wanderte über persisch und/oder osmanisch Richtung Norden und ist als „Platz“ heute in der krimtatarischen und ukrainischen Sprache präsent – ein verbindendes Element historisch und aktuell im Kampf um Demokratie und Unabhängigkeit von Ukrainern und Krimtataren.

cafer_seydametIn his recent work the philologist and ICATAT-member Temur Kurshutov is pointing out, that the German-Crimean Tatar relationships are close since more than five centuries. As an undervalued example one has to aware the activities of Cafer Seydamet, the last Minister for Foreign Affairs of the pre-bolshevist Democratic Republic of Crimea in 1917. We are are documenting his english overview of his book „Djafer Seydahmet – journalism. Nonfamous articles“ here. Cafer Seydamet – according Kurshutovs research – was publishing articles not only in his second fatherland Turkey, but also in Journals of Poland, Germany or France.

The pdf-design of his book-conclusion is use to find here. In 2014 Mr.Kurshutov will present his book and related new discovered archive materials in Germany. Upcoming events are dedicated to the 70. anniversary of the deportation and the genocide on the Crimean Tatar people around May 18 1944. Please do not hesitate to contact/invite the author via ICATAT Institute Magdeburg/Berlin.

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Im September 2013 besuchen krimtatarische Wissenschaftler und Politiker Deutschland. Neben der Teilnahme an Konferenzen und Symposien in Berlin, Magdeburg und Münster wird es Begegnungen mit Vertretern aus Politik, Zivilgesellschaft, Kunst und Wissenschaft geben. Zentrale Anliegen sind die weitere Vernetzung mit deutschen Institutionen, die Vorarbeit für ein Internationales Forum zur Lösung der Probleme auf der Krim sowie ein Projekt zur Aufarbeitung der nationalsozialistischen Gewaltverbrechen gegenüber krimtatarischer Zivilbevölkerung, Kriegsgefangenen und krimtatarischen Zwangsarbeiterinnen während des Zweiten Weltkrieges.

Filmerstaufführung

Am 26. September 2013 wurde der krimtatarische Film „Haytarma“ das erste Mal in Deutschland aufgeführt. Die Übersetzung des Artikels „Повернення народу, що вистояв проти знищення“ zum Film Haytarma aus der Zeitschrift „Кіно-Театр“ aus Anlass der Erstaufführung am 26.10.2013 in Berlin kann man hier herunterladen. Aus dem Ukrainischen besorgten dankenswerterweise die Übersetzung Oleksandra und Ingo Jakobs vom Ukrainischen Kinoklub in Berlin. Die Einladung zum Film- und Diskussionsabend finden Sie hier. Wir danken der Filmproduktionsfirma ATR, Herrn Prof. Dr. Ismail Kerimov vom Forschungszentrum für Geschichte, Sprache und Kultur der Krimtataren an der KIPU Simferopol sowie der Ukrainischen Botschaft für die Ausrichtung des Filmabends mit Diskussion und des Empfangs im Anschluß.

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Ukrainischer Kinoklub Berlin erreichbar unter: ukkb@gmx.de

Crimea News Agency / QHA

Gegen Ignoranz, Xenophobie und großrussischen Chauvinismus

Gegenüber der Botschaft der Ukraine in Berlin fand in strömendem Regen eine Kundgebung in Gedenken an die Deportation der Krimtataren vor 69 Jahren statt. Die Aktion wurde organisiert vom Kultur- und Solidaritätszentrum der Krimtataren in Westeuropa e.V. unter Vorsitz von Rafet Karanlik.

Диаспора крымских татар в Германии требует отставки Анатолия Могилева 21 мая 2013 года
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Несмотря на сильный дождь, митинг, посвященный памяти жертв Депортации крымских татар, состоялся 18 мая 2013 года  в Берлине у здания посольства Украины.

Как и в других странах, 18 мая 2013 года участники митинга в Берлине выступили с гланым требованием – отставка главы крымского премьера Анатолия Могилева. Об этом сообщил Генеральный Председатель западно-европейского крымскотатарского культурного центра солидарности Рафет Каранлык. Митинг начался с исполнения национального гимна крымскотатарского народа, участники митинга почтили  минутой молчания и молитвами многочисленных жертв насильственной Депортации 1944 года. После чего,  возложили у здания посольства венок в память о Депортации.

В посольство Украины в Германии  было направленно письмо с требованием к властям Украины исполнить требования диаспоры крымских татар – отправить главу СМ АРК Анатолия  Могилева в отставку. Генеральный Председатель западно-европейского крымскотатарского культурного центра солидарности Рафет Каранлык отметил, что Депортация крымских татар – это геноцид. Он также подчеркнул, чтовсе будет сделано  для того, чтобы в Европе депортация крымских татар была признана геноцидом.

Р. Каранлык также отметил, что деятельности крымского премьера А. Могилева, направленной на дестабилизацию ситуации в Крыму, должен быть поставлен конец. Он пообещал, что крымские татары, проживающие в Крыму и странах Европы, всегда будут поддерживать Меджлис крымскотатарского народа и Курултай крымскотатарского народа.

Die Ukraine im Fokus von Europas größter Frühjahrs-Buchmesse / Buchpreise für die Aufarbeitung der stalinistischen Gewaltverbrechen

Die Leipziger Buchmesse öffnete vom 15. bis 18. März. Es präsentierten mehr als 2.000 Aussteller aus 44 Ländern ihre Neuerscheinungen vor 163.000 Lesern.

(Erschienen in: AVDET, Zeitschrift des Nationalrates des krimtatarischesn Volkes „Medschlis“, 2.4.2012) 

Wie in jedem Jahr gab es auf der Leipziger Buchmesse einen Länderschwerpunkt. Dieser hieß für 2012: Polen, Ukraine und Weißrussland. Diskussionen, Lesungen und Buchvorstellungen innerhalb dieses Länderschwerpunkts zogen die Besucher in den Bann. Ein Programmschwerpunkt war die Veranstaltung „tranzyt. Literatur aus Polen, der Ukraine und Belarus“ im Forum OstSüdOst sowie „Minderheiten in der Ukraine, Belarus und Polen – Prüfsteine für den Stand der Demokratie“ im Forum International.

Im Rahmen der tranzyt-Veranstaltungsreihe waren Autoren und Dichter aus Belarus, Polen und der Ukraine eingeladen, unter anderem die ukrainischen AutorInnen Serhij Zhadan, Natalka Sniadanko, Kateryna Mishchenko, Elena Zaslawskaja, Oksana Sabuschko, Jurko Prochasko und Olesja Ostrovska-Ljuta. Zu dem von Kurator Martin Pollack (Österreich) und der ukrainischen Literatursoziologin Kateryna Stetsevych gemeinsam organisierten Panel Fokus Ukraine mit Andrej Kurkow und Juri Andruchowytsch hieß es: „Die Literatur der Ukraine, eines der größten und bevölkerungsreichsten Länder Europas, war lange Zeit vor allem Spezialisten bekannt. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Autoren wie Juri Andruchowytsch, Andrej Kurkow, Oksana Sabuschko oder Serhij Zhadan wecken bei der Kritik und einer wachsenden Leserschaft großes Interesse. Aber nach wie vor gibt es zahlreiche weiße Flecken, was Namen, aber auch Themen betrifft. Eine im deutschsprachigen Raum weitgehend ignorierte Besonderheit der ukrainischen Literatur besteht darin, dass es neben ukrainischen auch russischsprachige Autoren gibt, die sich als Ukrainer empfinden und ukrainische Themen behandeln“. Um dieser besonderen Situation in der ukrainischen Literaturlandschaft Respekt zu zollen und sie dem internationalen Publikum näher zu bringen, luden die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und das Forum International der Leipziger Buchmesse zu einem weiteren Panel ein, das die aktuellen Probleme der Minderheiten in Polen, Belarus und der Ukraine in den Mittelpunkt stellte. Neben den Juden, Roma und Deutschen lag der Schwerpunkt hier auf dem Schicksal der Krimtataren: Dr. Mieste Hotopp-Riecke stellte auf der Veranstaltung „Yeşil adağa hoş keldiñgiz – Die tatarischen Krim entdecken“ die aktuelle kritische Situation auf der Krim dar und krimtatarische Autoren sowie deutsche Bücher zur krimtatarischen Thematik vor. Eindringlich wurde davor gewarnt, die nichtukrainischen Nationalitäten zu vernachlässigen, die einen immensen Anteil am bisherigen Demokratisierungsprozess der Ukraine tragen, insbesondere die krimtatarische Nationalbewegung. Vorgestellt wurden sowohl zeitgenössische Autoren von der Krim (Şakir Selim, Ablayaziz Veliyev, Cengiz Dağcı, Rıza Fasil, Yunus Kandim) als auch deutschsprachige Bücher, die die krimtatarische Geschichte und Kultur beleuchten.

Das Thema Deportation und Krieg in Büchern von krimtatarischen Autoren.

Besonders hervorgehoben wurden die Werke von Kerstin S. Jobst „Die Perle des Imperiums. Der russische Krim-Diskurs im Zarenreich“, von Robert Conquest „Stalins Völkermord. Wolgadeutsche, Krimtataren, Kaukasier“ und von Neal Ascherson „Schwarzes Meer“. In seinem Buch geht Ascherson auch auf die negativen Tataren-Stereotypen der vergangenen Jahrhunderte ein und entkräftet diese. Die damaligen Reiternomaden hätten eine Schriftkultur besessen, ihre politischen, militärischen und administrativen Institutionen seien anspruchsvoller gewesen als diejenigen etwa des Nowgoroder Rußland. Weiter argumentiert er: „Wenn russische Kulturpessimisten die demokratische Unterentwicklung ihres Volkes dem `mongolischen Erbe´ anlasten, wie sie es immer getan haben, ignorieren sie die Tradition des Quriltay, der Versammlung mongolisch-tatarischer Edler und Klan-Oberhäupter, die zusammentrat, um einen neuen Chan zu wählen. Es war eine begrenzte, oligarchische Teilung der Macht, aber das mittelalterliche Rußland hatte nicht einmal diese“ heißt es in Schwarzes Meer. Ein kompaktes bibliophiles Kleinod wurde besonders herausgestellt: „Die Krim“ aus der Reihe „Europa erlesen“ des österreichischen Wieser-Verlages. Die Herausgeberinnen Annette Luisier und Sophie Schudel haben hier das Kunststück vollbracht, dem Leser die Krim in all ihren Facetten der Vergangenheit und Gegenwart vorzustellen, wobei die Krimtataren eine Hauptrolle spielen. Man liest Auszüge aus alten Reiseberichten z.B. von Evliya Çelebi, M. Rugard, Karl Koch, Puschkins Ballade von der Fontäne in Bachtschisaray oder  die Legende von Aşık Omer. Auch in zeitgenössischen Texten des 20./21. Jahrhunderts – etwa von Iwan Schmejow oder Wassilij Axjonow – wird die tatarisch-orientalische und multiethnische Krim beschrieben. Doch neben kurzen Texten von Lev Tolstoi, Mark Twain und Winston Churchill nimmt in dieser Anthologie mit Abstand den größten Raum die Geschichte von Ervin Umerov ein: „Schwarze Züge“. Die Herausgeberinnen legten Wert auf diesen Text, da er ein „erschütterndes Zeugnis der unter Stalin deportierten Krimtataren“ darstellt. Und wirklich erreicht dieser Text eine beklemmende Intensität. Er handelt von den Tagen und Nächten der Deportation, von NKWD-Terror, Solidarität und dem Versuch der Krimtataren dabei Mensch zu bleiben…

Für die Zukunft der krimtatarisch-deutschen Literaturbeziehungen gab es verschiedene Projektvorstellungen. Unter anderem wird der OEZ-Verlag aus Berlin eine dreibändige Ausgabe zu krimtatarischer Geschichte, Politik und Kultur herausgeben. Bei diesem Projekt soll nicht über, sondern mit den krimtatarischen Autoren publiziert werden. Der Herausgeber dieser Buchreihe, Dr. Mieste Hotopp-Riecke nannte für die unterschiedlichen Bereiche als Redakteure und Mitherausgeber Ismail Kerimov, Ablyaziz Veliyev und Şevket Yunusov für den Teilband Literatur, Mustafa Cemilev, Ali Khamsin und Elmira Muratova für den Bereich Politik sowie Şevket Kaybulayev und Gulnara Bekirova für den Teilband Geschichte. Die krimtatarischen Autorinnen sollen auf gleicher Augenhöhe mit westeuropäischen AutorInnen dieses ambitionierte Projekt umsetzen. Dass solche Buchprojekte nun – zwanzig Jahre nach dem Zerfall der UdSSR – möglich werden und welche Beachtung den Themen Osteuropas gezollt wird, illustriert sehr gut die diesjährige Preisverleihung auf der Leipziger Buchmesse. Denn bisher war Osteuropa meist ein literarisches Randphänomen im westeuropäischen Kulturbetrieb: „Die Hoffnung, dass die Länder Ostmitteleuropas nach der Öffnung der Grenzen kulturell rasch wieder in unser Blickfeld rücken würden, wurde in vielen Fällen enttäuscht. Gleich nach dem Fall der Berliner Mauer, ein Fanal für ganz Europa, wurden neue Grenzen errichtet, die den Kontinent in zwei ungleiche Hälften teilen: zu Europa gehörende Länder wie Belarus und die Ukraine wurden ausgegrenzt, politisch wie kulturell. Dadurch wird uns der Blick verstellt auf den unglaublichen kulturellen Reichtum dieser Regionen.“ heißt es im Programm-Flyer von „tranzyt“[1].

Den diesjährigen Leipziger Buchpreis der Sparte Sachbuch/Essayistik gewann Prof. Jörg Baberowksi von der Humboldt Universität Berlin für sein Werk „Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt“. „Warum wurde der Traum von einer besseren Gesellschaft in Blut ertränkt? Jörg Baberowski beantwortet diese Frage auf neue Weise in einer packenden Gesamtdarstellung der stalinistischen Gewaltherrschaft.“, hieß es dazu von der internationalen Jury auf der Preisverleihung im Leipziger Gewandhaus, dem imposanten Opernhaus in Leipzig. Den „Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2012“ teilten sich zwei Autoren: Timothy Snyder (USA) mit „Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin“ und der britische Historiker Ian Kershaw für seine große Studie „Das Ende. Kampf bis in den Untergang. NS-Deutschland 1944/45“. Darin findet Kershaw neue Antworten auf die Frage, warum die militärisch bereits besiegten Deutschen noch fast ein Jahr lang weiterkämpften und bis zur totalen Verwüstung des Landes durchhielten. Der amerikanische Historiker Timothy Snyder untersucht in „Bloodlands“ drei miteinander verknüpfte geschichtliche Tragödien: Stalins Terrorkampagnen, Hitlers Holocaust und den Hungerkrieg gegen Kriegsgefangene und die nichtjüdische Bevölkerung und setzt die beiden größten Verbrecher des 20. Jahrhunderts in Beziehung: 14 Millionen Zivilisten kamen zwischen 1933 und 1945 gewaltsam in Osteuropa um[2].

Diese Preisvergaben machen Mut und geben Hoffnung gerade in Zeiten eines historiografischen Roll-backs im Putin-Rußland und gaben der Intention der Messe-Veranstalter völlig recht: Die Einrichtung des diesjährigen Regional-Schwerpunktes Ukraine-Belarus-Polen habe dazu beitragen sollen, nach wie vor „bestehende Berührungsängste und Wissensdefizite gegenüber unseren östlichen Nachbarn abzubauen und aufzuzeigen, wo diese Gesellschaften gegenwärtig stehen, welche Konflikte und Utopien sie bewegen, welche kulturellen Wechselwirkungen sie miteinander verbinden. Was verbindet sie mit dem Westen? Was trennt uns? Literatur erscheint wie kein anderes Medium geeignet, Antworten auf diese Fragen zu finden und die Wirklichkeiten in diesen Ländern in ihrer ganzen Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit fassbar zu machen.“ Richtig. Doch damit auch die kleinen Völker der drei Länder – wie eben die Krimtataren – in Westeuropa sichtbarer werden, bedarf es noch viel Arbeit – in Ost und West.

Mieste Hotopp-Riecke, Berlin

Literatur:

Ascherson, Neal: Schwarzes Meer. Berlin: Suhrkamp, 1998.

Baberowski, Jörg: Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt. München: C. H. Beck, 2011.

Conquest, Robert: Stalins Völkermord. Wolgadeutsche, Krimtataren, Kaukasier. Wien: Europaverlag, 1974.

Jobst, Kerstin S.: Die Perle des Imperiums. Der russische Krim-Diskurs im Zarenreich. Konstanz: UVK, Historische Kulturwissenschaft, 11, 2007.

Kershaw, Ian: Das Ende. Kampf bis in den Untergang. NS-Deutschland 1944/45. München: DVA, 2011.

Kojokin, Jewgeni: Das lange Exil der Krimtataren. In: Die wiedergefundene Erinnerung. Verdrängte in Osteuropa.  Berlin: Basisdruck, 1992, S. 177-193.

Snyder, Timothy: Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin. München: C.H. Beck, 2011.

Ulitzkaja, Ljudmila: Medea und ihre Kinder. Bergisch Gladbach: BLT Lübbe, 2005.

Wydra, Doris: Autonomie auf der Halbinsel Krim. Wien: Braumüller, Ethnos, 2008.


[1] Die Veranstaltungsreihe „tranzyt“ wurde maßgeblich unterstützt von der Rinat-Ahmetov-Stiftung „Rozvytok Ukrajiny“ (http://www.fdu.org.ua/en), von der deutschen Robert Bosch Stiftung, der Stiftung für deutschpolnische Zusammenarbeit, der Allianz-Kulturstiftung, dem Forum Vydavciv Lviv und dem Polnischem Institut Berlin – Filiale Leipzig.

[2] Ein ausführlicher Bericht über die beiden Preisträger ist in englischer Sprache online auf den Seiten von Leipzig International

Крымские татары и совместная европейская история

Украина – в объективе крупнейшей европейской книжной ярмарки / литературные премии за работы, посвященные сталинским преступлениям. С 15 по 18 марта в Лейпциге прошла ежегодная книжная ярмарка.

Более 2000 участников из 44 стран представили свои новинки 163 тысячам читателей. Как уже повелось, из года в год какая-либо из стран становится главным героем ярмарки. В 2012 году были особенно широко представлены Украина, Польша и Беларусь. Дискуссии, доклады и презентации книг в рамках такого представления стран оказывали сильное впечатление на посетителей. Одним из основных пунктов программы было представление „Транзит. Литература из Польши, Украины и Беларуси“ в Форуме Ост-Зюд-Ост, а также „Меньшинства в Украине, Беларуси и Польше – пробные камни на состояние демократии“ – в Форуме Интернациональ.
В рамках серии презентаций „Транзит“ были приглашены авторы и поэты из Беларуси, Польши и Украины, среди них были украинские авторы Сергий Жадан, Наталка Сняданко, Катерина Мищенко, Елена Заславская, Оксана Сабушко, Юрко Прочаско и Олеся Островска-Люта. В дополнении к этому куратор выставки Мартин Поллак (Австрия) и украинский литературный социолог Катерина Стецевич совместно организовали секционное заседание „В объективе – Украина“ с Андреем Курковым и Юрием Андруховичем. Как было сказано: „Литература Украины, одной из крупнейших и густонаселенных стран Европы, была долгое время известна лишь узкому кругу специалистов. В последнее время, однако, ситуация изменилась. Такие авторы как Юрий Андрухович, Андрей Курков, Оксана Садушко и Сергий Жадан пробудили интерес у критиков и растущей читательской аудитории. Но до сих пор, как и раньше, есть белые пятна, касающие не только имен, но и определенных тем. Одной из особенностей украинской литературы, до сих пор игнорировавшейся в немецкоязычном пространстве, является то, что наряду с украинскими есть и русскоязычные авторы, которые проживают в Украине и пишут на украинские темы“. Чтобы отдать должное этой особой ситуации на украинском литературном ландшафте и поближе познакомить с ней международную читательскую аудиторию, Общество содействия народам, которым угрожает опасность (ОСНУО) и Форум Интернациональ Лейпцигской книжной ярмарки пригласили желающих на специальную дискуссию, на повестке дня которой стояли проблемы меньшинств в Польше, Беларуси и Украине.
Наряду с евреями, цыганами и немцами особый упор был сделан также на судьбу крымских татар: доктор Мисте Хотопп-Рике представил публике доклад „Открывая татарский Крым“, в котором осветил критическую ситуацию в Крыму и крымскотатарских авторов, а также немецкие книги, посвященные крымскотатарской тематике. Убедительно было выражено пожелание пренебречь неукраинскими народами, которые внесли огромный вклад в идущий в Украине процесс демократизации, особенно это касается крымскотатарского национального движения. Представлены были как современные авторы из Крыма (Шакир Селим, Аблязиз Велиев, Ченгиз Дагджи, Риза Фазиль, Юнус Кандим), так и книги на немецком языке, освещающие историю и культуру крымских татар. особое внимание было уделено произведениям Керстин С. Йобст „Жемчужины империи. Крымский вопрос по-русски в царской России“, Роберта Конквеста „Сталинский геноцид народов. Поволжские немцы, крымские татары, кавказцы“ и Нила Ашерзона „Черное море“. В своей книге Ашерзон освещает также негативные стереотипы о татарах, созданные в прошедшие столетия, и дает им объяснение. Древние кочевники обладали уже тогда письменной культурой, у них была лучшая политическая, военная и административная организация чем у той же Новгородской Руси. Далее он приводит следующие аргументы: „Если пессимисты от культуры вменяют в вину демократическую отсталость своего народа „монгольскому наследию“, как они делали это всегда, то они, прежде всего, игнорируют традиции Курултая, собрания монголо-татарской знати и вождей кланов, которое собиралось, чтобы выбрать хана. Это было ограниченное, олигархическое разделение власти, но у средневековой Руси не было даже этого“, – читаем в „Черном море“. Особенно хотелось бы выделить одну небольшую библиографическую жемчужину, настоящее сокровище, „Крым“ из серии „Изыскивая Европу“ австрийского издательства „Визер“. Идатели Аннетт Луизиер и Софи Шудель просто создали шедевр, представив читателю Крым во всех его гранях – прошлое и настоящее – где крымские татары выступают в главной роли. Здесь можно прочесть выдержки из старинных путевых заметок, например, Эвлии Челеби, М. Ругарда, Карла Коха, пушкинские баллады о бахчисарайском фонтане или же легенды Ашыка Умера.


В текстах авторов 20 и 21 вв., например, у Ивана Шмелева или Василия Аксенова, также описывается татарско-восточный и полиэтнический Крым. Но наибольшее место в антологии рядом с короткими рассказами Льва Толстого, Марка Твена и Уинстона Черчилля занимает рассказ „Черные поезда“ Эрвина Умерова. Составители особо оценили этот текст, поскольку он представляет „потрясающий документ о сталинской депортации крымских татар“. Рассказ действительно отличается необычайной силой воздействия. Он повествует о днях и ночах депортации, терроре НКВД, солидарности крымских татар и их желании, во что бы то ни стало остаться людьми.
Будущее крымскотатарских и немецких литературных связей было представлено в виде презентаций различных проектов. В их числе: издание трехтомника о крымскотатарской истории, политике и культуре в издательстве OEZ-Verlag. В этом проекте крымскотатарские авторы выступают не пассивными поставщиками материала, а активными „строителями“. Издатель этой серии, д-р Мисте Хотопп-Рике назвал в качестве опытных редакторов и соиздателей тома „Литература“ Исмаила Керимова, Аблязиза Велиева и Шефкета Юносова, тома „Политика“ – Мустафу Джемилева, Али Хамзина и Эльмиру Муратову, а тома „История“ – Шефкета Кайбуллаева и Гульнару Бекирову. Крымскотатарские авторы на равных правах с западными коллегами должны стать соучастниками этого важного проекта. О том, что подобные проекты в наши дни – спустя двадцать лет после распада СССР – наконец-то стали возможны, как и о внимании к проблемам Восточной Европы в целом, красноречиво свидетельствует вручение премий на Лейпцигской книжной ярмарке. Не секрет, что до сих пор Восточная Европа находилась на обочине западноевропейского культурного менеджмента. „Надежда, что Центрально-восточная Европа после открытия границ вновь быстро войдет в наше поле зрения, во многих случаях себя не оправдала. Сразу же после падения стены – символическое событие для всей Европы – были воздвигнуты другие границы, разделившие континет на две неравные части. Такие европейские страны, как Белорусия и Украина, оказались изолированы – и в политическом, и в культурном смысле. Это ограничивает наш кругозор и не дает увидеть необычайное культурное богатство данных регионов“, стоит в программке-флайере „tranzyt“ .
Приз Лейпцигской книжной ярмарки в разделе „Документ и эссе“ в этом году получил Йорг Баберовский (Берлинский университет им. Гумбольдта) за книгу „Сожженная земля. Сталинская власть и насилие“. „Почему мечта о лучшем обществе была потоплена в крови? Йорг Баберовский по-новому отвечает на этот вопрос в своей впечатляющей панораме сталинской политики насилия“, – так обосновало свой выбор международное жюри на вручении премии в импозантном лейпцигском храме музыки Гевандхауз. Два автора разделили премию „Лейпцигская книжная премия за вклад в европейское взаимопонимание – 2012“ Тимоти Снайдер (США), „Кровавые земли: Европа между Гитлером и Сталиным“ и британский историк Ян Кершоу за его великий научный труд „Конец. Битва до заката. Нацистская Германия 1944/45“. В данном труде Кершау находит новые ответы на вопрос, почему потерпевшие поражение в войне немцы еще почти на протяжении одного года продолжали сражаться и держались до полного разорения государства. Американский историк Тимоти Снайдер исследует в своем произведении „Кровавые земли: Европа между Гитлером и Сталиным“ три взаимосвязанные между собой исторические трагедии: кампания террора Сталина, Холокост Гитлера и голодная война против военнопленных и нееврейского населения и противопоставляет двум самым жестоким преступникам 20 века 14 миллионов людей, которые были насильно вывезены в восточную Европу с 1933 по 1945 годы.
Такие премии вселяют мужество и дают надежду, тем более во времена историко-графического отступления в России Путина и дали повод организаторам ярмарки полное право выбора основного регионального тематического направления этого года Украина-Беларусь-Польша, которое должно содержать следующее: развеять существующие пре6дубеждения и восполнить отсутствие знаний о наших восточных соседях, где данные народы проживают в настоящее время, с какими конфликтами и утопиями они сталкиваются, какая взаимосвязь их культур. Что их связывает с западом? Что нас разделяет? Возможно, именно литература является тем средством массовой информации, которое может дать ответы на все эти вопросы и ощутить реальную жизнь в этих странах со всеми трудностями и противоречиями. Действительно. Чтобы проблемы малых народов трех стран, как, например, крымских татар, были услышаны в западной Европе, понадобится еще много усилий как на востоке, так и на западе.
Мисте Хотопп-Рике, Берлин

Литература:
Aшерсон, Неаль „Черное море“. Берлин: Шуркамп, 1998.
Баберовски, Йорг „Выжженная земля“. Мюнхен: C. Н. Бек, 2011.
Конквест, Роберт „Сталинский геноцид народов. Поволжские немцы, крымские татары, кавказцы“. Вена: Европейское издательство, 1974.
Йобст, Керстин С.: „Жемчужины империи. Крымский вопрос по-русски в царской России“. Констанц: УВК, Историческая культурология, 11, 2007.
Кершоу, Ян: „Конец. Битва до заката. Нацистская Германия 1944/45“ Мюнхен: ДВА, 2011.
Кожокин, Евгений: „Долгая ссылка крымских татар“ В: Найденные воспоминания. Вытесные в восточную Европу. Берлин: Базисдрук, 1992, с. 177-193.
Снайдер, Тимоти (США), „Кровавые земли: Европа между Гитлером и Сталиным“. Мюнхен: C.Х. Бек, 2011.
Улицкая Людмила: „Медеа и дети“. Бергиш-Гладбах: БЛТ Люббе, 2005.
Выдра, Дорис: „Автономия на полуострове Крым“. Вена: Браумюллер, Этнос, 2008.

Die Tage des Deutsch-Krimtatarischen Dialogs wurden von unterschiedlichen Medien aufgegriffen. Neben der krimtatarischen Nachrichtenagentur QHA und der Zeitschrift des Medschlis des Krimtatarischen Volkes „Avdet“ sendete der arabische Nachrichtensender Al Dzhazira ein ausführliches Interview und verschiedene Ukraine-relevante Blogs und Aegnturen berichteten von diesem Ereignis (forumNET.Ukraine; wikio.de, fokusost, Freunde Osteuropas, germanblogs.de, Ukraine-Nachrichten.de u.v.a.m.). In den Zeitschriften Eurasisches Magazin, Islamische Zeitung, Istanbul Post, NAZAR, Hürriyet und in der Zeitschrift für bedrohte Völker / pogrom erschienen teils ausführliche Berichte gekoppelt mit der Aussicht bzw. dem Wunsch der Beteiligten nach Fortsetzung des Projektes und der Füllung des angestoßenen Prozesses mit konkreten Kooperationen.

Auf den Internet-Seiten der Europäischen Akademie, der Bundestagsabgeordneten, des Hauses für Demokratie und Menschenrechte, im Youthletter des Europäischen Parlemantes, im Newsletter der Initiative Mittel- und Ost-Europa (InMOE) als auch der Heinrich-Böll-Stiftung wurde ebenfalls von den Tagen des Deutsch-Krimtatarischen Dialogs berichtet.

Im Hörfunk wurden auf DeutschlandRadio Wissen in der Sendung GLOBUS, im ORF und im DeutschlandFunk in der Sendung EuropaHeute Reportagen zum Thema Krimtataren und Deutsch-Krimtatarischer Dialog ausgestrahlt.

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Krim Kein Platz für Krimtataren  

Reportage von Mirko Schwanitz

Mustafa Abdülcemil Kırımoğlu, Vorsitzender des Medschlis der Krimtataren
Mustafa Kırımoğlu, Vorsitzender des Medschlis der Krimtataren (wikipedia.org | Foto Tamer CC BY-SA 2.5)

Die Krimtataren hatten all ihre Hoffnung auf die „Orangene Revolution“ gesetzt. Nach deren Scheitern werden die Krimtataren in der Ukraine immer stärker diskriminiert und an den Rand gedrängt. Dabei leben die meisten Krimtataren immer noch in den ehemaligen Deportationsregionen.

Einst besiedelten sie die Krim: Die Krimtataren. Aber mit der Invasion der deutschen Wehrmacht in die UdSSR am 22. Juni 1941 änderte sich ihre Situation, denn Stalin warf ihnen Kollaboration mit den Deutschen vor und ließ sie im Mai 1944 in einer Nacht- und Nebelaktion in die zentralasiatischen Republiken deportieren.

Anders als bei Ethnien wie den Tschetschenen oder Inguschen erlaubte die sowjetische Führung in den 1970er und 80er Jahren den Krimtataren nicht die Rückkehr in ihre Heimat, obwohl ihre Deportation als gesetzwidrig anerkannt wurde. Repatriierung oder Remigration wurde als illegal betrachtet. In den 1990er Jahren wurde den Krimtataren dann teilweise Land zugeteilt, allerdings in viel zu geringem Maße. In dieser Zeit wurde auch eine regierende Versammlung der Krimtataren, der „medschlis“, als Organ der Selbstverwaltung gebildet.

Unwillkommene Minderheit

In ihrer alten neuen Heimat treffen sie aber zunehmend auf Schwierigkeiten. Der Unmut der russischen Separatisten richtet sich vor allem gegen die Krimtataren, die konsequent Widerstand  gegen jegliche Abspaltungstendenzen leisten. Seit dem Machtwechsel in Kiew gerät die größte Minderheit auf der Krim immer mehr zwischen die Fronten.

Für die erlittene Deportation haben sie keine Entschädigungen erhalten. Heutzutage werden sie diskriminiert, aus öffentlichen Ämtern entfernt und die meisten finden keine Arbeit. Nun häufen sich Beschwerden, dass ukrainische Paramilitärs die Gotteshäuser der Krimtataren attackieren, um sie so zum Verlassen der Krim zu zwingen.

„Die Bemühungen um die Wiederbelebung der Sprache und die Restaurierung der weitgehend zerstörten muslimischen Kulturdenkmäler auf der Krim können als Symbole der Entschlossenheit gelten, sich als unwillkommene Minderheit dem Komplex von schier unlösbaren politischen, juristischen, wirtschaftlichen und sozialen Problemen zu stellen“, schreibt Barbara Kellner-Heinkele in der „Enzyklopädie des europäischen Ostens (EEO)“.

Erste Tage des „Deutsch-Krimtatarischen Dialogs“  für Austausch, Verständigung und Unterstützung in Berlin am 27./28. Juni 2011 erfolgreich durchgeführt

Initiiert vom Medschlis des Krimtatarischen Volkes, der Gesellschaft für OSTEUROPA-FÖRDERUNG und Trialog – dem Netzwerk für junge Ideen wurden die ersten Tage des Deutsch-Krimtatarischen Dialogs – gefördert von der Initiative Mittel- und Osteuropa (InMOE) e.V. durch Mittel der Robert-Bosch-Stiftung und der Gesellschaft für bedrohte Völker International e.V. – in Berlin durchgeführt; die Stiftung West-Östliche Begegnungen förderte daneben den Themenabend „Die tatarische Krim verstehen“ im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin.

 

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Milliy Meclis delegatsiyasi Almaniyada 29 ilk yaz ayı 2011 senesi

İyün 27-28 künleri Milliy Meclisniñ Qırımtatar halqı Meclisiniñ reisi, Ukraina halq deputatı Mustafa Cemilev reberligindeki delegatsiyası iş ziyaretinen Almaniyada bulundı. Delegatsâiınıñ erkânına Bütündünya qırımtatarlar kongressiniñ prezidenti, Milliy Meclis reisiniñ birinci muavini Refat Çubarov, Meclisniñ tışqı alâqalar bölüginiñ başı Ali Hamzin, sabıq sovetler hududında bugünki milliy siyasiy ceryanlarnıñ tedqiqatçısı, professor Svetlana Çervonnaya ve Milliy Meclis reisiniñ yardımcısı Leylâ Müslimova kirdiler.

Ziyaret „Alman-qırımtatar dialogı“ programması çerçivesinde Almaniyanıñ Şarqiy Avropa ile emekdaşlıq birliginiñ daveti boyunca amelge keçti. Ziyaret programmasını tizüvde ve onı kerçekleştirüvde Almaniyanıñ „Ğayıp oluv telükesi altında bulunğan halqlarnıñ uquqlarını qorçalav boyunca cemiyet“, „Kavkazika-, Tatarika ve Turkestan araştırmaları Institutı“ (ICATAT), „Tatarlar Deutschland“, „Tamğa“ kibi bir sıra teşkilâtları yardımcı oldılar.

Eki künlük iş ziyareti devamında Milliy Meclis delegatsiyasınıñ azaları Almaniya parlamenti – Bündestag, Tışqı işler nazirligi, İçki işler nazirligi, Almaniyada çalışqan elçiliklerniñ, ükümetten tış alman teşkilâtları, fond ve teşebbüsçi gruppalarnıñ vekillerinen resmiy sürette körüştiler.

Qırımtatar delegatsiyasınıñ iş ziyareti Avropa Akademiyasında informatsion aqşam ile yekünlendi. Aqşamda Milliy Meclis reisi Mustafa Cemilevniñ maruzasından soñ tedbir iştirakçileri olarnı meraqlandırğan Qırım ve qırımtatar halqınıñ vaziyeti ile bağlı suallerine cevap almaq, muzakere etilgen meseleler boyunca öz fikirlerini bildirmek imkânına malik oldılar.

Milliy Meclisniñ Almaniyağa iş ziyareti Bütündünya qırımtatar kongressi ve Milliy Meclisniñ Almaniyadaki temsilcisi Ahmet Ozay tarafından ziyaretniñ bütün tedbirlerine tehnikiy ceetten qoltutuvı, Ğarp Avropa Qırımtatar medeniyet ve yardımlaşma cemiyetiniñ reisi Rafet Qaranlıq, Almaniyada qırımtatar diasporasınıñ faalleri, Köln şeerinde yaşağan iş adamı Abdulla Yücesan, Köln şeer şurasınıñ deputatı Erhan Qara ve diger almaniyalı semetdeşlerimizniñ yardımı sayesinde semereli ve mahsuldar keçti.

 

   

Der Flyer Dt.KrimtatarischerDialog und das Programm DeutschKrimtatarischerDialog finden sich hier.
 

Am 27./28.6. fanden in Berlin die ersten Tage des Deutsch-Krimtatarischen Dialogs statt. Neben Fachgesprächen und Informationsaustausch bei der Deutsch-Ukrainischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag, Treffen im Auswärtigen Amt, im Bundesministerium des Innern, bei der Heinrich-Böll-Stiftung und in der Ukrainischen Botschaft gab es zwei öffentliche Veranstaltungen im Haus der Demokratie und Menschenrechte sowie in der Europäischen Akademie Berlin.

Das ambitionierte Programm wurde geplant und durchgeführt als Gemeinschaftsprojekt des krimtatarischen Nationalparlamentes Medschlis, des Weltkongresses der Krimtataren, des Trialog-Netzwerkes für junge Ideen, der Gesellschaft für Osteuropa-Förderung und weiterer deutscher Nichtregierungsorganisationen unter Koordination von Mieste Hotopp-Riecke, Ildar Kharissov und Ahmet Özay, dem Deutschlandvertreter des Weltkongresses der Krimtataren.

Im Folgenden dokumentieren wir die einzelnen Programmpunkte, jeweils angeschlossen sind die Pressemeldungen des Medschlispressedienstes aus Aqmescit (Simferopol):

Визит делегации Меджлиса крымскотатарского народа в Берлин

27 – 28 июня 2011 года в Германии с рабочим визитом находилась делегация Меджлиса крымскотатарского народа, возглавляемая Председателем Меджлиса, народным депутатом Украины Мустафой Джемилевым. В состав делегации также вошли Президент Всемирного конгресса крымских татар, первый заместитель Председателя Меджлиса Рефат Чубаров, руководитель отдела внешних связей Меджлиса Али Хамзин, профессор, исследователь современных этнополитических процессов на постоветской территории Светлана Червонная и помощник Председателя Меджлиса Лиля Муслимова.

Визит состоялся в рамках реализации проекта программы «Немецко-крымскотатарский диалог» по приглашению Германской Ассоциации по сотрудничеству с Восточной Европой.

Содействие в подготовке программы визита и ее реализации  оказали ряд немецких общественных организаций: «Общество по защите прав народов, находящихся под угрозой исчезновения» и Институт по исследованиям Кавказа, Татарики и Туркестана, общество «Татарлар Дойчланд», общество «ТАМГА».

В ходе двухдневного рабочего визита члены делегации Меджлиса крымскотатарского народа провели ряд офицальных встреч  с депутатами парламента Германии – Бундестага, представлявших разные депутатские фракции и группы, представителями Министерства  иностранных дел и Министерства внутренних дел Германии, дипломатами, аккредитованными в Германии, а также активом и экспертами немецких неправительственных организаций, фондов и общественных инициатив .

Завершился рабочий визит крымскотатарской делегации информационным вечером  в Европейской Академии, где, после презентации доклада Председателя Меджлиса крымскотатарского народа Мустафы Джемилева, участники мероприятия имели возможность получить ответы на интересующие их вопросы, связанные с Крымом и крымскотатарской проблемой, а также высказать свое мнение по кругу обсуждавшихся вопросов.

Успешному выполнению программы визита делегации Меджлиса крымскотатарского народа в Германию содействовало организационно-техническое сопровождение всех мероприятий визита  членом Координационного совета ВККТ, представителем Меджлиса в Германии Ахметом Озаем,  активистами крымскотатарской диаспоры в Германии, предпринимателем из Кельна Абдуллой Юджесаном, депутатом городского совета г. Кельна Эфканом Кара и другими представителями крымскотатарской диаспоры в Германии.

Montag, 27. 6. 2011
10.00-12.00 Im Rahmen der Tage des Deutsch-Krimtatarischen Dialogs  besuchte der Präsident des Krimtatarischen Nationalparlamentes, Mustafa Dshemilev,  mit einer Meclis-Delegation den Botschafter der Türkei in Deutschland, Ahmet Acet.

Der Botschafter schätzte den Besuch als sehr bedeutend ein und bot seine Hilfe an: „Für welches Thema auch immer, wir als Botschaft der Republik Türkei, sind für jede Hilfe bereit. Wenn Ihnen ein Problem wichtig erscheint, scheuen Sie sich nicht uns anzusprechen“, so Ahmet Acet. Dshemilev erläuterte, dass man Informationen über die Lage der Krimtataren nach Deutschland bringen möchte, Besuche im Auswärtigen Amt, bei Cem Özdemir, im Innenministerium und im Bundestag sollen zu einem Erkenntnisprozess führen, dass das krimtatarische Problem auch ein europäisches Problem ist.
Cemiloğlu erklärte den Zweck der Reise mit den Worten: “In jedem Land, das wir aufsuchen, statten wir zuerst der Botschaft der Republik Türkei einen Besuch ab, denn die Türkei ist für uns ein sehr nahes Land, eine Verwandtschaft verbindet uns. Sehr geehrter Herr Acet, Sie zeigen uns echtes Interesse und Warmherzigkeit. Die grundlegenden Fragen, die uns umtreiben, sind die Gewährung aller Menschenrechte für unser Volk, vor allem die Öffnung von Schulen mit Muttersprachunterricht. Obwohl wir bereits im Europa-Parlament und anderen Orten die sehr drängenden Probleme ansprachen, hat sich bis heute nichts an der desaströsen Lage in unserem Land geändert.

ALMAN Tatar Türkleri Diyalog Günleri etkinliği kapsamında Berlin’e gelen Kırım Milli Meclis Başkanı Mustafa Cemiloğlu ve Meclis Heyeti, Berlin Büyükelçisi Ahmet Acet’i ziyaret etti.

Ziyaretin çok anlamlı olduğunu belirten Büyükelçi Acet, “Berlin Büyükelçiliği olarak yapabileceğimiz her konuda yardıma hazırız. Ne zaman bir şeye ihtiyacınız varsa bize çekinmeden söyleyebilirsiniz” dedi. Alman tarafına Kırım Tatar Türklerinin sorunları hakkında bilgi vermek istediklerini belirten Cemiloğlu, Berlin’de Alman Parlamentosu, Dışişleri ve İçişleri Bakanlıkları, Yeşiller Partisi Genel Başkanı Cem Özdemir ile temaslarda bulunacaklarını vurguladı.

Cemiloğlu, şöyle konuştu: “Gittiğimiz her ülkede ilk olarak Türk Büyükelçiliği’ni ziyaret ediyoruz. Türkiye Cumhuriyeti, bizim akraba ülkemiz. Sayın Acet, bizi sıcak bir ilgiyle ağırladı. Esas sorunlarımız, insanlarımızın demokratik haklarının yerine getirilmesi, anadilimizde okulların açılması. Sorunlarımızı Avrupa Parlamentosu ve değişik yerlere bildirmemize rağmen henüz herhangi bir çözüm gelmedi.” (Von Süleyman SELÇUK , Hürriyet, Berlin)

13.00-14.30 Parlamentarisches Essen mit VertreterInnen der deutsch-ukrainischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages / Встреча делегации Меджлиса крымскотатарского народа с членами немецко-украинской парламентской межфракционной группы в Бундестаге 

В рамках рабочего визита делегации Меджлиса крымскотатарского народа в Германию, 27 июня 2011 года состоялся деловой обед членов делегации Меджлиса с главой немецко-украинской парламентской межфракционной группы в Бундестаге  г-жой Бербель Кофлер. Во встрече также приняли участие депутат парламента Германии, член немецко-украинской парламентской межфракционной группы г-жа Карин Штренц и сотрудники протокольной службы Бундестага Германии.

В ходе беседы Председатель Меджлиса крымскотатарского народа, народный депутат Украины Мустафа Джемилев и члены делегации Меджлиса подробно информировали своих собеседников об особенностях общественно-политической ситуации в Украине и Крыму и  современном положении крымскотатарского народа. При этом было особо подчеркнуто, что крымские татары, возвращение и обустройство которых на своей земле затянулось более чем на 20 лет и проходит в неимоверно трудных условиях, возлагают особые надежды на восстановление прав крымскотатарского народа во взаимосвязи с процессами расширения сотрудничества между Украиной и странами – членами ЕС.

Как отметил Мустафа Джемилев, сегодня Украине крайне необходимы  практический опыт развитых демократий и поддержка таких авторитетных международных организаций, как ООН, ЕС, Совет Европы и ОБСЕ.  При этом, следует уделить особое внимание факторам, обеспечивающим гражданское согласие и возможности для расширения демократии в украинском обществе.  Следовательно, вопросы восстановления справедливости по отношению к крымскотатарскому народу, устранения всех последствий преступной депортации и десятилетий насильственного удержания крымских татар в местах изгнания, должны обязательно оговариваться  международными партнерами Украины в процессе наработки основных принципов взаимодействия Украины со странами – членами ЕС и международными организациями.

Участники встречи уделили особое внимание вопросам подготовки и проведения Международного форума по вопросу восстановления прав крымскотатарского народа на своей Родине, обеспечения его безопасности и гарантий развития в Украине. «Настало время утвердить и реализовать на международном уровне «дорожную карту» восстановления прав крымскотатарского народа в Украине», – подвел итоги обсуждения этой темы беседы Али Хамзин.

Глава  немецко-украинской парламентской межфракционной группы в Бундестаге  доктор  Бербель Кофлер и её коллега  Карин Штренц высоко оценили позицию Меджлиса крымскотатарского народа, связующего решение вопроса восстановления прав крымскотатарского народа исключительно с демократическим развитием и евроинтерграционным процессом украинского государства.

В свою очередь, депутат Бундестага Карин Штренц отметила, что для членов Европейского союза развитие демократических принципов и защита прав национальных меньшинств и коренных народов является одним из основополагающих принципов развития сообщества. По их мнению, указанные принципы для государств, претендующих на членство в ЕС, являются базовыми и неоспоримыми требованиями. Поэтому, добавили немецкие парламентарии, мы разделяем идею о необходимости проведения Международного форума и готовы принять участие в обсуждении и поиске форм восстановления прав крымскотатарского народа.

Мустафа Джемилев пригласил депутатов Бундестага – членов немецко-украинской парламентской межфракционной группы посетить Крым в удобное для них время.По завершении встречи делегации Меджлиса крымскотатарского народа с членами немецко-украинской парламентской межфракционной группы в Бундестаге и представителями крымскотатарской диаспоры в Германии  совершили совместную экскурсию по зданию Бундестага – парламента Германии.

Для справки: Рабочий визит делегации Меджлиса крымскотатарского народа в Германию состоялся 27-28 июня 2011 года. В состав делегации, возглавленной Председателем Меджлиса, народным депутатом Украины Мустафой Джемилевым, также вошли Президент Всемирного конгресса крымских татар, первый заместитель Председателя Меджлиса Рефат Чубаров, руководитель отдела внешних связей Меджлиса Али Хамзин, профессор, исследователь современных этнополитических процессов на постоветской территории Светлана Червонная и помощник Председателя Меджлиса Лиля Муслимова.

(Fotos © Hotopp-Riecke & Muslimova / Пресс-служба Меджлиса крымскотатарского народа)

14.30-16.00 Begehung Bundestag / Treffen mit MdB Dr. Michael Paul, CDU

17.00-18.00 Informationsgespräch bei Frau Dr. Natalia Zarudna, Ukrainische Botschaft / Визит делегации Меджлиса крымскотатарского народа в Посольство Украины в Германии

27 июня 2011 года, в первый день рабочего визита в Германию,  делегация Меджлиса крымскотатарского народа, возглавляемая Председателем Меджлиса, народным депутатом Украины Мустафой Джемилевым посетила Посольство Украины в Германии, где состоялась встреча с Чрезвычайным и Полномочным Послом Украины в Германии Натальей Зарудной.

В обстоятельной беседе, состоявшейся в ходе встречи, приняли также участие первый секретарь посольства доктор Василий Химинец, депутаты парламента ФРГ – представители немецко-украинской парламентской группы Хельга Дауб и Михаэль Грошек, представители Общества содействия Восточной Европе, член Координационного совета ВККТ и представитель Меджлиса в Германии Ахмет Озай.

Посол Украины в Германии Наталья Зарудна, приветствуя гостей, подчеркнула, что визит известного правозащитника, народного депутата Украины и главы Меджлиса Мустафы Джемилева и сопровождающих его лиц, позволит украинским дипломатам, работающим в Германии, получить более широкое представление по всему спектру проблем Крыма и крымскотатарского народа, что, в свою очередь, послужит задачам успешного вовлечения Германии, одной из ведущих стран ЕС, для участия в различных проектах, реализуемых в Крыму в рамках сотрудничества Украины и ЕС.

Председатель Меджлиса крымскотатарского народа, народный депутат Украины  Мустафа Джемилев кратко охарактеризовав общественно – политическую ситуацию в Крыму и положение крымскотатарского народа, акцентировал внимание Посла Украины в Германии на необходимости вовлечения международных и европейских организаций, прежде всего ЕС, ОБСЕ и Совета Европы в оказание помощи Украине и крымскотатарскому народу в справедливом разрешении комплекса  правовых, экономических и гуманитарных вопросов, без разрешения которых трудно рассчитывать на эффективность реализуемых странами ЕС в Крыму проектов.

Мустафа Джемилев также отметил, что, за более, чем 20-летний период возвращения крымскотатарского народа на родину,  в Украине так и не было принято ни одного законодательного акта, направленного на восстановление прав целостного народа, что, не только  усугубляет и без того тяжелое положение крымских татар, но и усиливает разочарование в способности украинского политикума принимать законы, направленные на устранение последствий геноцида крымскотатарского народа, совершенного коммунистическим режимом СССР.

В этой связи, заметил Мустафа Джемилев, «нам представляется крайне важным проведение в ближайшее время Международного форума по вопросу восстановления прав крымскотатарского народа на своей Родине, обеспечения его безопасности и гарантий развития в Украине. Решение о подготовке и проведении указанного форума принято Курултаем крымскотатарского народа, наши предложения направлены в адрес руководства Украины и мы ожидаем позитивного решения, поскольку убеждены, что вовлечение международного сообщества в процесс восстановления прав крымскотатарского народа и оказания всесторонней помощи в его возвращении и обустройства на своей Родине, следует воспринимать как существенное содействие Украинскому государству в устранении последствий преступной политики бывшего СССР в отношении крымскотатарского народа».

Посол Украины в Германии Наталья Зарудна отметила, что Украинское государство прикладывает много усилий для обеспечения процесса репатриации крымских татар и их обустройства на своей родной земле. «Разумеется, –  добавила г-жа Посол, это не означает, что все вопросы решены. Требуется особое внимание в решении земельных проблем возвращающихся на свою родину людей, удовлетворении их гуманитарных проблем, особенно в вопросах образования на родном языке, однако следует признать, что Украина единственная из постсоветских государств, содействующая возвращению народов, депортированных по национальному признаку».

«Мы всегда высоко ценим крымских татар за их  мудрую борьбу в восстановлении своих прав  и  демократические принципы, используемые в политике национального движения», – отметила Наталья Зарудна и выразила уверенность, в том, что свойственные крымскотатарскому народу мудрость и выдержка, а также взвешенность и политический опыт признанных лидеров крымских татар, помогут найти такие формы решения существующих проблем, что, несомненно, будут направлены во благо крымскотатарского народа и Украины.

Одновременно, г-жа Наталья Зарудна, акцентировала внимание своих собеседников на том, что курс Президента Украины на установление тесного сотрудничества со странами – членами ЕС по самому широкому спектру вопросов, позволит шаг за шагом эффективно решать многие вопросы социально-экономического развития Украины, что,  несомненно, отразится и на положении крымских татар.

Чрезвычайный и Полномочный Посол Украины в Германии Наталья Зарудна, отметив высокий уровень отношений между Украиной и Германией, особый интерес со стороны немецких политиков и деловых кругов к различного рода взаимовыгодным  проектам, реализуемым в Украине сегодня и планируемым в ближайшее время, о чем свидетельствует и участие в настоящей встрече депутатов Бундестага, пожелала Мустафе Джемилеву и членам делегации Меджлиса крымскотатарского народа успешной работы в ходе запланированных в Германии встреч и консультаций.

(Пресс-служба Меджлиса крымскотатарского народа)

19.30-21.00 „Die tatarische Krim verstehen“ Themenabend im Haus der Demokratie und Menschenrechte

Die Halbinsel Krim ist vielen Westeuropäern als russische Insel im Gedächtnis. Weder ist ihnen präsent, dass die Autonome Republik Krim zur Ukraine gehört, noch dass sie mit einer langen multiethnischen und multireligiösen Geschichte auch die Heimat eines der ältesten muslimischen Völker Europas ist: der Krimtataren.
Für das Institut für angewandte Geschichte stellte Tim das Projekt „Krimtataren: Erinnerung der Deportation und die junge Generation“ vor, das im Rahmen der Geschichtswerkstatt Europa erarbeitet wurde. Junge Krimtataren (SchülerInnen und StudentInnen) wurden dazu von jungen ProjektteilnehmerInnen befragt, um herauszufinden, welche Rolle die Erinnerung an die Deportation in ihrem Leben spielt, wie diese Erinnerungen weitergegeben wurden und wie die Erzählungen die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität beeinflussen. Eine entsprechende Broschüre wurde dann von der Projektgruppe erstellt.

Im Laufe des Abends gab es weitere Kurzvorträge zu Projekten des ICATAT mit Bezug zu krimtatarischer Literatur, Geschichte und Sprache von Ildar Kharissov, Dr. Alexander Jossifidis und Mieste Hotopp-Riecke. Diese boten Einblicke in die tatarische Geschichte und Kultur  und die immensen rezenten sozialen, politischen und menschenrechtlichen Probleme auf der Krim. Anschließend kam es noch bis in den späten Abend hinein zu angeregten Diskussionen mit Gästen von der Krim und aus Berlin.

  
Auf den Fotos: 1.) Tim Köhler (Institut für angewandte Geschichte) und Mieste Hotopp-Riecke (ICATAT/GOF/Trialog); 2.) Rais Khalilov (Vorstand des Tatarisch-Baschkirischen Kulturvereins beim Verlesen der Grußbotschaft der Landsmannschaft der Krimtataren in Deutschland  e.V.); 3.) v.l.n.r.: Martin Brand (Vorsitzender Trialog e.V.), Dr. Alexander Jossifidis (GfbV), Ildar Kharissov (Präsident der Gesell-  schaft für OSTEUROPA-FÖRDERUNG e.V.) und Prof. Dr. Swetlana Czerwonnaja  (Repräsentantin des Krimtatarischen Nationalrates Medschlis bei der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen / ICATAT-Beirat).
Gefördert wurde diese Abendveranstaltung durch das Symphatieprogramm der Stiftung West-Östliche Begegnungen 

Dienstag, 28. 6. 2011; 10.00-12.00 Fachgespräch / Netzwerktreffen

Auf Einladung von Walter Kaufmann, Osteuropa-Referent der Heinrich-Böll-Stiftung und Mieste Hotopp-Riecke, Vorstandsvorsitzender TAMGA e.V. und Mitinitiator des Deutsch-Krimtatarischen Dialogs) kamen die Gäste von der Krim mit Vertretern von Nichtregierungsorganisationen ins Gespräch, um Perspektiven und Möglichkeiten gemeinsamer zukünftiger Projekte zu erörtern. Unter anderem waren VertreterInnen von Deutsch-Russischer Austausch (DRA); Trialog e.V.; APOLLO e.V.; Gesellschaft für Osteuropa-Förderung (GOF), Kiewer Dialog, Osteuropa-Zentrum, InMOE (Initiative Mittel- und Osteuropa) e.V. und von der Berlin Graduate School for Social Sciences daran beteiligt.  Erste Ergebnisse dieses Treffens können hoffentlich bald der Öffentlichkeit vorgestellt werden: Das Osteuropazentrum Berlin (OEZ) wird eine Schriftenreihe zu Politik, Kultur und Geschichte der Krimtataren herausgeben. Das Konzept dazu wird von Mieste Hotopp-Riecke, Detlef Stein (OEZ) sowie Ali Khamzin (Meclis) und Shevket Kaybullayev (Chefredakteur Qasevet, Aqmescit/Simferopol) erstellt.

14.30-15.30 Fachgespräch im Auswärtigen Amt mit Susanne Schütz (Referatsleiterin Östliche Partnerschaft) und Barbara Quick (Länderreferentin Ukraine) / Встреча в МИД Германии с делегацией Меджлиса крымскотатарского народа

В рамках рабочего визита в Германию, делегация Меджлиса крымскотатарского народа, возглавляемая Председателем Меджлиса, народным депутатом Украины Мустафой Джемилевым и в составе Президента Всемирного конгресса крымских татар, первого заместителя  Председателя Меджлиса Рефата Чубарова, руководителя отдела внешних связей Меджлиса Али Хамзина, профессора, исследователя современных этнополитических процессов на постсоветской территории Светланы Червонной и помощника Председателя Меджлиса Лили Муслимовой  28 июня 2011 года встретилась с руководителем Реферата по Восточному партнёрству Министерства иностранных дел Германии Сюзанной Шютц и референтом по вопросам Украины Министерства иностранных дел Германии Барбарой Kвик.

На встрече, проходившей в Министерстве иностранных дел Германии, также участвовали член Координационного совета ВККТ, представитель Меджлиса в Германии Ахмет Озай,  депутат городского совета г. Кельна Эрхан Кара и представители Общества содействия Восточной Европе Ильдар Харисов и Мисте Хотопп-Рике.

Поскольку г-жа Сюзанна Шютц, ранее работавшая в Посольстве Федеративной Республики Германии в Украине, неоднократно встречалась с руководителями Меджлиса и ей хорошо известно современное положение крымскотатарского народа, участники встречи  имели возможность сразу перейти к изложению своих позиций по широкому кругу актуальных проблем Крыма и крымскотатарского народа и их обсуждению.

Представители МИД Германии отметили, что внимательно следят за широким спектром событий, происходящих сегодня в Украине и Крыму, некоторые из которых, по их  словам,  вызывают обеспокоенность. В то же время, как отметила руководитель Реферата по Восточному партнёрству Министерства иностранных дел Германии Сюзанна Шютц, в Германии позитивно оценивают продолжение курса Украины на сближение с Европейским Союзом и очень надеются на то, что до конца текущего года Украина станет ассоциированным членом ЕС.

Продолжая тему углубления взаимоотношений Украины и ЕС, г-жа Сюзанна Шютц подчеркнула, что «Европейский Союз, выстраивая свои отношения с Украиной, предлагает ей, в первую очередь, сплав демократических ценностей, законности и правовых основ общества». Отметив, что права человека являются основой демократии, г-жа Сюзанна Шютц приветствовала решение крымских властей о выделении земельного участка по ул. Ялтинская, 22 города Симферополя для строительства Буюк Джума Джами (Соборной мечети).

Комментируя общественно-политическую ситуацию в  Украине и Крыму за последний год, Председатель Меджлиса крымскотатарского народа Мустафа Джемилев сообщил, что кардинальных позитивных сдвигов в решении крымскотатарской проблемы,  к сожалению не наблюдается. Более того, по ряду позиций, как, например, государственное финансирование программы возвращения и обустройства крымских татар, степень представительства крымских татар в органах управления и структурах представительной власти, финансовая поддержка государством крымскотатарских СМИ и других, допущено резкое снижение уровней, достигнутых в предыдущие годы.

Также Председатель Меджлиса Мустафа Джемилев привел конкретные факты  открытой демонстрации высокими должностными лицами, в том числе и некоторыми  министрами  Украины, ксенофобии по отношении к крымскотатарскому народу.

Среди основных тем, обсуждавшихся участниками встречи, были также вопросы наделения крымских татар земельными наделами, состояния дошкольного и школьного образования на крымскотатарском языке.

Особое внимание было уделено вопросу подготовки и проведения  Международного форума по вопросу восстановления прав крымскотатарского народа на своей Родине, обеспечения его безопасности и гарантий развития в Украине. Первый заместитель Председателя Меджлиса крымскотатарского народа, Президент Всемирного конгресса крымских татар Рефат Чубаров детально изложил аргументы о целесообразности проведения Форума и информировал своих собеседников о ходе его подготовки.

При этом, обращаясь к  немецким дипломатам, имеющим опыт работы в Украине и хорошо представляющим сложности, что возникают в парламенте Украины при рассмотрении законопроектов в сфере прав человека и прав народов, Рефат Чубаров и Али Хамзин подчеркнули, что без содействия международного сообщества крымскотатарский народ рискует и далее оставаться в ситуации несправедливости, бесправия, и неравных возможностей для развития. «Мы же хотим помочь Украине, гражданами которой являемся,  достойно выйти из этой ситуации, поддержав созыв под эгидой ОБСЕ и при участии ЕС, Совета Европы и специальных институтов ООН Международного  форума по вопросу восстановления прав крымскотатарского народа на своей Родине, обеспечения его безопасности и гарантий развития в Украине», – сказал Рефат Чубаров.

В завершении встречи стороны, выражая единое мнение о том, что опыт и поддержка европейского сообщества, смогут оказать должное содействие демократическому развитию Украины и, тем самым, помочь восстановлению прав крымскотатарского народа, сочли полезным  дальнейшее продолжение диалога о положении крымскотатарского народа в Украине в контексте сотрудничества Украины и стран-членов ЕС.

(Пресс-служба Меджлиса крымскотатарского народа)

v.l.n.r.: Susanne Schütz, Barbara Quick, Dolmetscher AA, Ahmet Özay,
Ali Khamzin, Mustafa Dshemilev, Swetlana Czerwonnaja
(Foto © Hotopp-Riecke / FokusOst)

16.00-17.00 Treffen mit dem Bundesvorsitzenden von Bündnis ´90 / Die Grünen, Cem Özdemir, und MdB Viola von Cramon (Bündnis90/Die Grünen) 

Gespräch mit einer Delegation der Krimtataren im Deutschen Bundestag

Die Delegation hält sich zu einem Kurzbesuch in Deutschland auf. Ziel der Reise ist es, auf die Situation der krimtatarischen Bevölkerung in der Ukraine aufmerksam zu machen und Kontakte für gemeinsame Projekte in den Bereichen Bildung, Technik, Jugend- und Kulturaustausch zu knüpfen.

Zur Zeit leben ca. 280 000 Krimtataren wieder auf der Krim, das sind ca. 13 % der Gesamtbevölkerung. Unter Stalin waren die Krimtataren nach Zentralasien  – vor allem nach Usbekistan – deportiert worden. Seit der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 kehren sie wieder auf die Krim zurück. Leider ist  in den zwanzig Jahren der Unabhängigkeit der Ukraine  kein einziges Gesetz verabschiedet worden, das auf die Wiederherstellung der politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte des krimtatarischen Volkes gerichtet ist. Der Prozess der Rückkehr des krimtatarischen Volkes in seine Heimat ist noch nicht abgeschlossen, Familien sind weiterhin getrennt und Zehntausende Krimtataren befinden sich gegen ihren Willen noch immer dort, wohin sie vertrieben wurden.

Die Lebensverhältnisse der Krimtataren haben sich seit dem Machtantritt von Präsident Janukowitsch im Februar 2010 verschlechtert.

Mustafa Dschemilev plant die Ausrichtung eines Internationalen Forums zu Fragen der Wiederherstellung der Rechte des krimtatarischen Volkes in seiner Heimat, der Gewährleistung seiner Sicherheit und Schaffung von Garantien für seine Entwicklung in der Ukraine.  Dieses Forum soll unter dem Dach der OSZE stattfinden.  Zur Vorbereitung des Forums wird es im September 2011 in Kiew eine Informationsveranstaltung für die Botschafter der EU-Staaten geben.

Im gemeinsamen Gespräch machte ich deutlich, dass ich gerne bereit bin, bei Treffen mit ukrainischen Parlamentariern, z.B. bei der Reise der Parlamentariergruppe im Oktober 2011 nach Kiew, auf die Probleme der Krimtataren hinzuweisen.

Vordere Reihe vlnr: Prof. Dr. Dr. h.c. Swetlana Czerwonnaja (Anthropologin), Ali Khamzin (Referent für Außenangelegenheiten des Krimtatarischen Nationalrates), Mustafa Dschemilew (Abgeordneter der Werchowna Rada, Präsident des Nationalrates der Krimtataren Medschlis), Cem Özdemir (Bundesvorsitzender von Bündnis 90 /Die Grünen), Viola von Cramon, MdB sowie Refat Tschubarov (Präsident des Weltkongresses der Krimtataren, Abgeordneter des Parlamentes der Autonomen Republik Krim)

Передний ряд (слева направо): проф. д-р Светлана Червонная (антрополог), Али-Хамзин (руководитель отдела внешних связей Меджлиса), Мустафа Джемилев (Председатель Меджлиса, народный депутатом Украины), Джем Оздемир (председатель партии «Союз 90 / Зеленые» ФРГ), Виола фон Крамон (член немецко-украинской парламентской группы Бундестага ФРГ), Рефат Чубаров (Президент Всемирного конгресса крымских татар)

Встреча с делегацией крымских татар в Парламенте Германии

Делегация из Крыма находится с кратким визитом в Германию. Цель поездки из Крыма – привлечь внимание к ситуации крымских татар в Украине и установить контакты для совместных проектов в области образования, техники, культурного и молодежного обмена.

В настоящее время в Крыму вновь живет около 280 000 татар, что составляет примерно 13% общей численности населения. Во время правления Сталина крымские татары были депортированы в Среднюю Азию – преимущественно в Узбекистан. После обретения Украиной независимости в 1991 г. они вновь возвращаются в Крым. К сожалению, за двадцать лет независимости Украины не был принят ни один закон, призванный восстановить политические, экономические, социальные и культурные права крымскотатарского народа. Процесс возвращения крымскотатарского народа на свою родину еще не окончен, семьи во многих случаях разделены, десятки тысяч крымских татар все еще находятся против своей воли в местах депортации.

После прихода к власти президента Януковича в феврале 2010 г. условия жизни крымских татар ухудшились.

Мустафа Джемилев планирует созвать международный форум по вопросам восстановления прав крымских татар на их родине, обеспечения безопасности народа и создания гарантий для его развития в Украине. Этот форум должен состояться под крышей ОБСЕ. В рамках подготовки форума в сентябре 2011 г. в Киеве должна пройти информационная встреча с послами стран – участниц Европейского Союза.

В рамках беседы с делегатами из Крыма я выразила свою готовность указывать на проблемы крымских татар во время встреч с членами украинского парламента, например, во время визита немецко-украинской парламентской группы Бундестага Германии в октябре 2011 г. в Киев.

Виола фон Крамон (партия «Союз 90 / Зеленые»), член немецко-украинской парламентской группы Бундестага Германии.

(Перевод: Ильдар Харисов)

17.30-18.30 Informationsgespräch mit Dr. Christoph Bergner, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten (Parlamentarischer Staatssekretär BMI) und Dr. im Innenministerium

v.l.n.r.: Tilman Zülch, Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker,
Ahmet Özay, Deutschlandvertreter des Weltkongresses der Krimtataren, Lilya
Muslimova, Refat Tschubarov, Mustafa Dshemilev, Swetlana Czerwonnaja, Ahmet
Kara, Ali Khamzin, Ildar Kharissov, Dr. Hein, Dr. Bergner, (Wissenschaft-
licher Mitarbeiter Büro Bergner)

19.15-21.00 Vortrags- und Informationsabend, Europäische Akademie, Grunewald.

Begrüßung / Moderation: Dr. Mechthild Baumann (EAB); Einführung: Tilman Zülch, Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker International e.V., Input-Referat „Die historische Dimension der deutsch-krimtatarischen Beziehungen“(M. Hotopp-Riecke (Berlin), Vortrag „Die internationale Dimension des krimtatarischen Problems“ Mustafa Dschemilew, Bahçesaray / AR Krim

Abschluss: Solokonzert „Krimtatarische Episoden“ mit Temur Vakhabov, Violine
Wir danken der Ukrainischen Botschaft in Deutschland, dem Ukraine-Referat des Auswärtigen Amtes, der Robert-Bosch-Stiftung, der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. und der Deutsch-Ukrainischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag für Entgegenkommen und Unterstützung bei Vorbereitung und Finanzierung der Deutsch-Krimtatarischen Tage des Dialogs.

Anwesend war die Delegation von der Krim unter Leitung von von Mustafa Dschemilew, Abgeordneter der Hohen Rada der Ukraine und Präsident des Nationalrates der Krimtataren. Herr Dschemilew ist Träger des Fridtjof Nansen- sowie des Victor-Gollancz-Menschenrechtspreises und ist in diesem Jahr für den Friedens-Nobel-Preis vorgeschlagen. Ihn begleiteten der Präsident des Weltkongresses der Krimtataren und Abgeordneter des Parlamentes der Republik Krim, Refat Tschubarow, der Referent für Außenangelegenheiten des Krimtatarischen Nationalrates Medschlis, Ali Khamsin, sowie Swetlana Czerwonnaja (FUEN/FUEV-Repräsentantin des Medschlis), Lilya Muslimova, Leiterin des Medschlis-Pressedienstes und Ref. für Öffentlichkeitsarbeit sowie Ahmet Özay, Präsidentenberater des Krimtatarischen Nationalparlaments Medschlis und Mitglied des Exekutivrates des Krimtatarischen Weltkongresses.

Mehr informationen unter:
http://www.trialog-online.org/projekte.html
http://tamga.wordpress.de
http://gof-berlin.tk

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Qırım Tatar tilindeki bu iki künlerni ait haberler:

Qırımtatar halqı Meclisiniñ reisi Mustafa Cemilevniñ Avropa Akademiyasında çıqışı 01 oraq ayı 2011 senesi

2011 senesi iyün 28-de Qırımtatar halqı Meclisiniñ Almaniyada iş ziyaretinen bulunğanınıñ soñki künü alman paytahtınıñ ğarbiy tarafındaki memuriy rayonı Berlin-Grunevaldde yerleşken Avropa Akademiyasında Qırımtatar halqı Meclisiniñ reisi Mustafa Cemilevniñ NGO vekilleri, ekspertler ve tedqiqatçılarınen körüşüvi olıp keçti.

Körüşüvde Bütündünya qırımtatar kongressiniñ prezidenti, Meclis reisiniñ birinci muavini Refat Çubarov, Meclis tışqı alâqalar bölüginiñ başı Ali Hamzin, sabıq sovetler hududında zemaneviy milliy-siyasiy ceryanlarnı tadqiq etken professor Svetlana Çervonnaya, Meclis reisiniñ yardımcısı Lilâ Müslimova, bunıñ kibi de Şarqiy Avropağa yardım etüv cemiyetiniñ vekilleri, Bütündünya qırımtatar kongressi koordinatsion keñeşiniñ azası, Meclisniñ Almaniyada temsilcisi Ahmet Ozay, Ğarbiy Avropa qırımtatar medeniyet ve yardımlaşuv cemiyetiniñ reisi Rafet Karanlık, Köln şeer şurasınıñ deputatı Erhan Kara ve Şarqiy Avropağa yardım etüv cemiyetiniñ vekili İldar Harisov iştirak ettiler.

Körüşüvni alıp barğan ICATAT institutınıñ ilmiy koordinatorı Miste Hotopp-Rike Mustafa Cemilevni tedbirde bulunğanlarğa taqdim eterek, Meclis reisiniñ maruzasından evel qırımtatar halqınıñ öz aq-uquqları içün küreşi aqqında qısqadan ikâye etti. O, SSSR zamanında saflarında eñ çoq vekilleri olğan qırımtatar halqı milliy areketiniñ unikalligini, qırımtatarlar bugün de birlikli olğanlarını qayd etti. Qırımtatar halqı milliy areketiniñ demokratiya, insan ve halqlarnıñ uquqları içün küreşken diger milliy areketleri ile göñüldeşlik printsiplerine esaslanğanı – bu, belli dissident ve uquqqoruyıcı Mustafa Cemilevniñ hızmetidir.

Şu da qayd olundı ki, demokratiya printsiplerinde qurulğan qırımtatar milliy areketi zorluqsız, barışıq usulnen küreşüvniñ, eñ mürekkep meselelerni çezüvniñ nümünesidir.

Alman-qırımtatar dialogı künleriniñ programmasında közde tutulğanı kibi Mustafa Cemilev „Vatannı qan tökmeden qaytarıp aluv“ mevzusında çıqış yaptı ve soñra körüşüv iştirakçileriniñ suallerine cevap berdi.

Muzakere devamında çıqışta bulunğan Reprssiyağa oğratılğan halqlarnı qorlav boyunca halqara birleşmeniñ prezidenti Tilman Tsülh uquqqoruv ve dissidentlik faaliyeti içün defalarca mahküm etilgen ve sovet kamplarında 17 yıl tutulğan Mustafa Cemilevge yüksek qıymet kesti. Tsülh özü temsil ettigi teşkilât tarafından keçirilgen qırımtatar halqınıñ küreşine qoltutuv aktsiyaları, bunıñ kibi de „POGROM“ mecmuasında qırımtatar halqınıñ

Qırımğa qaytuv içün küreşi aqqında ikâye etken maqaleler hususında ayttı.

Professor Svetlana Çervonnaya körüşüv iştirakçilerine Avropa halqları federal kongressiniñ Nobel komitetine Barışıqlıq mukâfatına Mustafa Cemilevniñ namzetine qoltutmaq muracaatı aqqında haber etti.

Körüşüvniñ soñunda Berlinde yaşağan qırımtatar kemanecisi Temur Vahabov halq avalarını büyük ustalıqnen icra etip, er kesti hoşnut etti.

Körüşüvniñ resmiy qısmından soñ Mustafa Cemilev „Al-Cazira“ teleradiokompaniyasınıñ suallerine cevap berdi.